Weißwein aus den Marken

In beinahe jedem italienischem Restaurant überall auf der Welt kommt zu Fischgerichten eine grüne amphorenförmige Flasche auf den Tisch, der Verdicchio. Diese Sorte nimmt auch den Löwenanteil der Gesamtproduktion dieser Region, je nach Jahrgang 2 bis 3 Mio. Hektolitern, ein. Und natürlich wird der Verdicchio schon lange nicht mehr ausschließlich in diese speziellen Flaschen abgefüllt. Das durchschnittliche Qualitätsniveau des Verdicchio dürfte, trotz der relativ großen Menge die jährlich auf die internationalen Märkte gebracht wird, über dem Niveau anderer einfacher Weißweine aus Mittel- und Süditalien liegen. 

Das ist eindeutig der Verdienst einiger Hersteller um Jesi und Cupramontana, die mit mutigen Investitionen in neue Weinberge und Kellertechnik der Anfangs der achtziger Jahre wankenden Weinwirtschaft neue Impulse verliehen. Aber erst die letzten Jahre haben gezeigt, welches Potential in dieser verbreiteten Rebsorte wirklich steckt. Bei all dieser erfreulichen Entwicklung bei den Weißweinen sollte man die Roten nicht vergessen. 

Zwar nehmen sie nur einen Anteil von 30% der Gesamtproduktion ein, aber immer häufiger sind sie es, die von italienischen Fachjournalisten gefeiert werden. Vor allem natürlich die Weine vom Monte Conero, einem Berg bei Ancona, und der Rosso Piceno Superiore aus dem Flußtal des Tronto. Beide Weine werden allerdings bis jetzt nur in kleinen Mengen exportiert, vor allem solche aus guten Lagen und Jahrgängen finden selten den Weg über die Grenzen, sondern versickern bei einheimischen Liebhabern. 

Bekannt sind die Marken natürlich als Reiseziel wegen der endlosen Sandstrände, aber für Wein- und Kulturinteressierte (das ist in Italien dasselbe) lohnt sich ein Abstecher ins Landesinnere immer. Von Urbino im Norden über Fabriano bis nach Ascoli Piceno im Süden liegen wunderbar erhaltene historische Ortschaften aufgereiht wie auf einer Perlenkette. Weingenuß und Essen gehören in Italien selbstverständlich zusammen, und so ist es auch ein besonderer Genuss auf der Piazza in Ascoli Piceno zu sitzen, vor sich ein Teller mit Olive Ascolane und dazu ein gutes Glas Wein aus der Region.

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Weißwein aus den Marken

In beinahe jedem italienischem Restaurant überall auf der Welt kommt zu Fischgerichten eine grüne amphorenförmige Flasche auf den Tisch, der Verdicchio. Diese Sorte nimmt auch den Löwenanteil der Gesamtproduktion dieser Region, je nach Jahrgang 2 bis 3 Mio. Hektolitern, ein. Und natürlich wird der Verdicchio schon lange nicht mehr ausschließlich in diese speziellen Flaschen abgefüllt. Das durchschnittliche Qualitätsniveau des Verdicchio dürfte, trotz der relativ großen Menge die jährlich auf die internationalen Märkte gebracht wird, über dem Niveau anderer einfacher Weißweine aus Mittel- und Süditalien liegen. 

Das ist eindeutig der Verdienst einiger Hersteller um Jesi und Cupramontana, die mit mutigen Investitionen in neue Weinberge und Kellertechnik der Anfangs der achtziger Jahre wankenden Weinwirtschaft neue Impulse verliehen. Aber erst die letzten Jahre haben gezeigt, welches Potential in dieser verbreiteten Rebsorte wirklich steckt. Bei all dieser erfreulichen Entwicklung bei den Weißweinen sollte man die Roten nicht vergessen. 

Zwar nehmen sie nur einen Anteil von 30% der Gesamtproduktion ein, aber immer häufiger sind sie es, die von italienischen Fachjournalisten gefeiert werden. Vor allem natürlich die Weine vom Monte Conero, einem Berg bei Ancona, und der Rosso Piceno Superiore aus dem Flußtal des Tronto. Beide Weine werden allerdings bis jetzt nur in kleinen Mengen exportiert, vor allem solche aus guten Lagen und Jahrgängen finden selten den Weg über die Grenzen, sondern versickern bei einheimischen Liebhabern. 

Bekannt sind die Marken natürlich als Reiseziel wegen der endlosen Sandstrände, aber für Wein- und Kulturinteressierte (das ist in Italien dasselbe) lohnt sich ein Abstecher ins Landesinnere immer. Von Urbino im Norden über Fabriano bis nach Ascoli Piceno im Süden liegen wunderbar erhaltene historische Ortschaften aufgereiht wie auf einer Perlenkette. Weingenuß und Essen gehören in Italien selbstverständlich zusammen, und so ist es auch ein besonderer Genuss auf der Piazza in Ascoli Piceno zu sitzen, vor sich ein Teller mit Olive Ascolane und dazu ein gutes Glas Wein aus der Region.

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